Mai 1, 2021

Tag 5: von Mozatte nach Piacenza

Ausschlafen und sich vor der Abfahrt Zeit nehmen ist eine schöne Sache. Heute morgen war das Wetter schon besser, was heißt: wenigstens trocken, aber heute sollte es nach der Vorhersage nochmal regnen. Um 9.30 Uhr fuhr ich los. Zwischen mir und dem gemütlichen Radeln durch die Po-Ebene lag Mailand. Auch wenn große Städte, und Mailand ist für mich viel zu groß, nicht meine Sache sind, entschloss ich mich, mir an diesem ersten Mai nochmal einen Blick auf den Dom und die Galleria Vitttorio Emanuele II zu gönnen. Das sind die Dinge, die mir von meinem Besuch 2014 mit Elke von der Innenstadt in Erinnerung geblieben sind. Als ich dort ankam, fand ich trotz Regen, das übliche muntere Treiben vor (heißt in den Innenstädten der Metropolen Shoppen). Die historischen Bauwerke bieten grade für diesen Zweck eine prächtige Kulisse. Ich bemerke das immmer wieder, wenn ich mal eine dieser Orte im Ruhe ansehen will und deshalb fliehe ich nach sehr kurzem Stopp immer wieder sofort auf’s Land. Beschaulicher empfinde ich da schon die Bereiche der Ausfallstraßen, in denen die Wohnhäuser aus den frühen Zeiten stehen. Alte Bäume säumen die Straßen und in den unzähligen Bars treffen sich die Anwohner den ganzen Tag über: zu Mahlzeiten, zum Feierabend, zum Trinken, Lachen und lauthalsen Diskutieren. Sehr schön – aber auch diese Erscheinung kann man hier in jedem kleinen Nest ausserhalb, wesentlich ruhiger genießen. Es gibt sehr viele Menschen, die ihre Freude an solchen Metropolen haben, zumeist scheinen es mir Einkaufsfreuden zu sein. Den Unterschied zum Centro in Oberhausen macht hier nur die historische Kulisse, die aber allemal noch für ein Selfie mit vollen Einkaufstaschen gut ist – schnell raus hier.

Der Regen begleitete mich heute den ganzen Tag, von leicht bis heftig mit kurzen Unterbrechungen, was mir aber die gute Laune nicht verdarb. Mein Highlight war das Radeln auf dem Po-Radweg, der zum großen Teil über einen geschätzt fünf Meter hohen Damm in großem Abstand am Fluss entlang führt. Man hat hier einen schönen Ausblick über das „platte“ Land und heute hatte ich Ihn, dem Wetter sei Dank, fast für mich ganz allein.

Mein Einzug in Piacenza war wieder von starkem Regen begleitet, aber was soll’s. Ich habe eine gemütliche Unterkunft gefunden und kann wieder den Fön in meine nassen Schuhe stecken.

Tour auf Komoot: https://www.komoot.de/tour/359223815?ref=itd

Tour auf Relive: https://www.relive.cc/view/v26MGQmnmEv